Fadenlifting

Wenn man eine überwiegend elastische sowie noch keineswegs allzu erschlaffte Gesichtshaut hat, in der sich die ersten Fältchen beziehungsweise ebenso tiefere Falten zeigen, ist es möglich, dass die folgenden aufgeführten Methoden zur Faltenbehandlung teilweise für wirkungsvolle Verbesserungen der Hautqualität sorgen. Eine Gesichtshaut, die schon erschlafft ist, kann allerdings im Normalfall lediglich durch eine Straffung wiederhergestellt werden. Die Altersveränderungen sind unterschiedlich stark ausgeprägt. Sie haben verschiedene Ursachen. Vor allem verfügt jeder Patient über eine unterschiedliche Hautqualität, auf die die Behandlung speziell abgestimmt sein sollte. Daher ist ein umfassendes Beratungsgespräch, in dem die für einen infrage kommenden Methoden erörtert werden, sehr von Bedeutung.

Beurteilung des Fadenliftings

Beim Fadenlifting wurden in den vergangenen Jahren hauptsächlich Fäden mit kleinen Widerhaken benutzt, die sich nicht auflösen. Diese konnte man unter die Haut durch minimale Stiche einbringen. Durch einige angebrachte Widerhaken im Verlauf des Fadens fand die Verankerung im entsprechenden Gewebe statt. Mithilfe des Zugs am freien Fadenende, das sich oft im Bereich hinter, vor oder oberhalb des Ohrs befindet, sowie die Verankerung bei einem Knoten konnte man den gewünschten Liftingeffekt erreichen. Allerdings beklagen zahlreiche Patienten in den kommenden Wochen und Monaten Blutergüsse, Schwellungen, eine rasch nachlassende Straffungswirkung beziehungsweise oft sicht- und tastbare Knotenbildungen im Bereich der Widerhaken, die unter der Haut liegen. Weitere Forschungen und Anwendungen sorgen dafür, dass nun hauptsächlich resorbierbare Fäden ohne und mit Widerhaken eingesetzt werden. Einen großen Stellenwert nehmen derzeit PDS Fäden ein. Diese bestehen aus dem Molekül Polydioxanon (PDO), aus dem die seit zahlreichen Jahren in der Chirurgie benutzten resorbierbaren PDS Fäden produziert werden. Die Resorptionszeit dauert 18 Monate. In diesem Zeitabschnitt bilden sich um den Faden herum kollagene Fasern, welche die tieferen Hautstrukturen verstärken sowie damit straffen. Es ist möglich, dass sich kleinere und mittelstarke Falten so über Wochen sowie Monate verringern. Insgesamt kann sich die Hautqualität verbessern. Man hat die Möglichkeit, besonders zarte Fäden für das Behandeln von kleinsten Knitterfältchen einzusetzen, wie etwa an den Lidern oder den Lippen. Stärkere PDO Fäden finden bei der Behandlung der Mundfalten, der Dekolletéverjüngung oder ebenso im Wangenbereich Verwendung. Man kann Fäden mit kleinen Widerhaken beispielsweise beim Therapieren von herabsinkenden Kieferlinien einsetzen.

Eingriff

Am vereinbarten Termin desinfiziert beziehungsweise betäubt man lokal die betroffenen Bereiche. Im Anschluss werden die Fäden mit den kleinsten Nadeln, die speziell für diesen Zweck gefertigt wurden, in die jeweiligen Zonen eingebracht. Vom Patienten werden Schmerzen fast keineswegs empfunden. In der Regel sind die minimalen Einstichlöcher schon nach einigen Minuten fast nicht mehr erkennbar.

Eingriffsspezifische Risiken

Schwellungen, Rötungen und Hämatome sind sehr selten. In den meisten Fällen klingen diese innerhalb von wenigen Stunden bis Tagen ab. Heilungsstörungen und Entzündungen sind sehr selten. Allergische Reaktionen können durch die verwendeten Materialien in der Klinik fast ausgeschlossen werden. Im Normalfall sind minimale Asymmetrien schwellungsbedingt. Diese klingen oft spontan ab.

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